Lumberjack --- Bandhistory

 

Lumberjack, das ist straighter Gitarrenrock aus Clausthal-Zellerfeld. Die Band kann bereits auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken. Man muss schon bis 1994 in den Annalen der Harzer Rockszene zurückblättern, um auf ihre Wurzeln zu stoßen.

Damals war gerade die recht erfolgreiche Formation Cover Crew in die Brüche gegangen und Drummer Christoph Pförtner, bekannt für seinen unbändigen Tatendrang, nebst Sänger Ulf Hachmeister, taten sich mit dem Meister des Bluesfeelings Uwe Fieseler, dessen Heavy Burbon Blues Band ebenfalls nicht mehr existierte, zusammen, und der brachte gleich noch als zweiten Gitarristen Dirk (Ducki) Schubert mit ins Boot. Nun fehlte nur noch ein Bassist. Viel Auswahl gab es nicht, denn die damals aufstrebenden Talente slappten um die Wette, doch man suchte keinen Solobassisten, sondern einen banddienlich spielenden Grooveexperten. Christoph Pförtner erinnerte sich an Charly Junge, mit dem er bereits bei Virginia gespielt hatte, und nach einem einzigen Telefonat war die Band komplett.

 

Der Name Lumberjack war dann schnell gefunden, als der gleichnamig betitelte Motorsägenblues von Jackyl eingeübt wurde.

 

Nach diversen sehr erfolgreichen Gigs unter anderem beim Kirchberg Open Air und beim Walpurgis Rock in Bad Grund war es dann aber schnell wieder vorbei mit der Herrlichkeit des Lumberjack-Bluesrocks. Uwe Fieseler musste die Band und den Harz aus beruflichen Gründen verlassen. Sämtliche Versuche, Lumberjack wieder zu komplettieren endeten kläglich und so bröselte der verbliebene Rest langsam aber sicher auseinander. Damit war Lumberjack Geschichte.

 

Die zweite Ära von Lumberjack begann 1998 Dirk Schubert hatte sich mit Gerd Cronjäger, .... Hellemann und Dirk Licht zusammengetan und abermals fehlte nur noch ein Bassist. Logische Konsequenz --- bei Charly Junge klingelte mal wieder das Telefon. Natürlich kam spontan seine Zusage und beim ersten Übungsabend für Charly eine Überraschung. Dirk Schubert hatte keine Gitarre umhängen, sondern er stand am Mikro und begann zu singen, und wie er das tat, mein lieber Mann, dachte Charly, Hut ab, diese Röhre sucht in der Gegend ihresgleichen.

 

Die Chemie war vielversprechend, so dauerte es nicht lange und Lumberjack meldete sich in der Harzer Rockszene zurück. Dieses mal allerdings mit einer anderen Richtung, vorrangig britischer und amerikanischer Rock der achtziger Jahre. Erneut beim Kirchberg Open Air, beim Clausthaler Stadtfest, bei den Krombikern sowie einer ganzen Reihe weiterer Gigs in der Umgebung hatten sie den alten Namen mit neuem Glanz versehen. Leider war auch der damalige Leadgitarrist Dirk Licht im Harz nicht besonders sesshaft und musste die Band schweren Herzens Richtung München verlassen. Gleiche Situation, gleiches Schicksal, damit war Lumberjack wieder mal Geschichte.

 

Wenn der Schubert zwei mal klingelt !?! Es war im Frühjahr 2008 und alle ehemaligen Lumberjack-Musiker hatten sich inzwischen fast gänzlich aus den Augen verloren, da klingelte bei Charly wieder mal das Telefon !!! Ducki (Dirk Schubert) war am anderen Ende der Leitung und er hatte erfreuliches zu berichten. Fumi (Dirk Licht) ein waschechter Hesse, konnte offensichtlich keine Weiswurst mehr sehen und war gerade nach Braunschweig umgezogen. Fumi und Ducki waren sich schnell einig --- jetzt geht´s (wieder) los --- und Gerd Cronjäger war froh, dass er nichts von seinem Equipment verkauft hatte. ... Hellemann ließ sich allerdings nicht zu einem Restart überreden, doch den Job am Drum übernahm zunächst Ralf Roslawski. Was fehlte noch --- richtig !!! --- ein Bassist. Genau deswegen klingelte ja bei Charly --- OK, das wurde oben schon erwähnt. Natürlich kam die spontane Zusage und man konnte zur Tat schreiten.

 

Leider gab es nach kurzer Zeit atmosphärische Störungen und der Übungsraum wurde auch gekündigt. Die Atmosphäre hellte sich auf, in dem der ehemalige Blutsbrüder-Drummer Frank Krumpen hinter dem Schlagzeug Platz nahm. Bassmann Charly schloss ihn sofort in sein Herz und wird nicht müde, ihn als Glücksgriff für die Band zu bezeichnen. Seit Frühjahr 2009 residiert die Band im Brockenblick, womit wir endlich in der Gegenwart angekommen sind. Alle fünf Lumberjacker lieben ihr kultiges Domizil ebenso, wie ihren urigen Herbergsvater Reinhard.

 

Lumberjack spielen nach wie vor sehr straighten Gitarrenrock, den sie selbst als Heavy Southern-Rock bezeichnen. Waren es früher eher die britischen Rockgrößen, die die Band beeinflusst haben, so sind heute amerikanische Vorbilder und hier insbesondere Jackyl unüberhörbar. Dadurch heben sie sich erfreulicherweise von den übrigen Coverbands der Szene ab. Bei den mehr als 60 Auftritten nach ihrer zweiten Wiedergeburt haben Lumberjack eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch weit über die Harzer Grenzen hinaus eine absolute Bereicherung für die Rockszene sind.

 

Massenweise Bilder von Auftritten bei Bikertreffen, Rocknights,
Open Airs und in Clubs gibt es hier:

www.lumberjack-rock.de und bei Facebook unter „Lumberjack“